Beim Einkauf zahlt der Detailhandel selten den Listenpreis. Zwei Preisnachlässe verkleinern den Betrag Schritt für Schritt: zuerst der Rabatt, dann der Skonto.
| BruttoankaufspreisBAP | Preis laut Katalog oder Preisliste des Lieferanten, vor allen Abzügen. Auch «Listenpreis». |
|---|---|
| RabattRab · in % des BAP | Preisnachlass auf den Listenpreis.Mengenrabatt, Wiederverkäuferrabatt, Messerabatt, Saisonrabatt, Treuerabatt |
| RechnungsbetragRB | Der Betrag, der auf der Rechnung steht: BAP minus Rabatt. |
| SkontoSko · in % des RB | Eine Art Zeitrabatt: Abzug für rasches Bezahlen – nur erlaubt, wenn die vereinbarte Zahlungsfrist eingehalten wird.«Zahlbar innert 30 Tagen netto, innert 10 Tagen mit 2 % Skonto» |
| NettoankaufspreisNAP | Was tatsächlich an den Lieferanten bezahlt wird: RB minus Skonto. |
Zahlen eingeben – das Schema rechnet mit. Mit «Schritt für Schritt» baut es sich Zeile um Zeile auf, zum Beispiel am Beamer.
Der Verkaufspreis muss mehr decken als die Ware: Auch Transport, Löhne, Miete und Strom wollen bezahlt sein – und am Schluss soll etwas übrig bleiben.
| NettoankaufspreisNAP | Was an den Lieferanten bezahlt wurde – nach Rabatt und Skonto (siehe Einkauf). |
|---|---|
| BezugskostenBK | Alle Kosten für den Weg der Ware vom Lieferanten ins eigene Lager. Bei Frankolieferung übernimmt sie der Lieferant – dann sind sie null.Transport (LKW, Bahn, Post), Zoll, Transportversicherung, Verpackung |
| EinstandspreisEP | Was die Ware den Betrieb bis ins Lager kostet: NAP plus BK. |
| GemeinkostenGK · meist in % des EP | Alle übrigen Kosten des Betriebs.Personal, Miete, Heizung, Licht, Kühlung, Büro, Werbung, Zinsen, Abschreibungen – Kosten, die sich nicht genau einer einzelnen Ware zuordnen lassen |
| SelbstkostenSK · auch Selbstkostenpreis | Was das Produkt den Betrieb insgesamt kostet – alle Kosten, aber noch kein Gewinn: EP plus GK. Wer darunter verkauft, macht Verlust. |
| ReingewinnRG · meist in % der SK | Was nach Deckung aller Kosten übrig bleibt – Entschädigung für das eingesetzte Kapital und Reserve. Ist der Verkaufspreis zu tief, entsteht ein Reinverlust. |
| BruttogewinnBG · meist in % des EP | Der ganze Aufschlag auf den Einstandspreis: GK plus RG, oder VP minus EP. |
| VerkaufspreisVP | Der Preis, zu dem die Ware der Kundschaft angeboten wird: SK plus RG. |
Die Einzelkalkulation rechnet so für ein einzelnes Produkt. Die Gesamtkalkulation erfasst alle Kosten des ganzen Betriebs.
Die Balken sind massstäblich: Ändern Sie die Prozente oben und beobachten Sie, wie sich die Anteile verschieben.
Einkauf und Verkauf hängen zusammen. Die ganze Kette teilt sich in zwei Teile: Die Bezugskalkulation führt vom Listenpreis bis zum Einstandspreis – was die Ware kostet, bis sie im Lager liegt. Die Verkaufskalkulation führt vom Einstandspreis zum Verkaufspreis.
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